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Wie ich einen Keilriemen auswähle

MOTTEK
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Ihr braucht Ersatz, aber welcher Keilriemen ist es überhaupt? Am schönsten ist es, wenn die Bezeichnung noch lesbar auf dem Riemen steht. Dann lest ihr sie einfach ab, und die Sache ist erledigt. Häufiger ist der Riemen aber so verschlissen, dass nichts mehr zu erkennen ist. Dann müsst ihr ihn bestimmen, und dafür braucht ihr genau zwei Angaben: das Profil und die Länge.

Schritt 1: Das Profil bestimmen

Das Profil entscheidet darüber, welcher Riemen überhaupt in eure Scheibe passt. Grundsätzlich unterscheidet man zwei Typen: klassische Keilriemen und Schmalkeilriemen. Die klassischen Keilriemen tragen Profilbezeichnungen wie 10, 13 und 17, die den ungefähren oberen Breiten in Millimetern entsprechen. Die Schmalkeilriemen heißen SPZ, SPA, SPB und SPC. Sie bauen bei gleicher Breite schmaler und übertragen mehr Leistung.

Am einfachsten bestimmt ihr das Profil mit einer Profillehre. Wer öfter Riemen bestimmen muss, für den lohnt sich so ein Werkzeug. Alternativ messt ihr mit dem Messschieber die obere Breite und die Höhe des Riemens und gleicht die Werte mit einer Profiltabelle ab. Für die Eiligen haben wir eine Schablone zum Ausdrucken vorbereitet. Wichtig dabei: Druckt sie unbedingt im richtigen Maßstab, also ohne Skalierung. Wird sie zu klein gedruckt, stimmt der Vergleich nicht mehr.

Schritt 2: Die Länge bestimmen

Die Länge ist der Teil, der manchmal kniffliger wird. Die genaueste Methode: Schneidet den alten Riemen auf, markiert eine Stelle mit Kreide, rollt ihn einmal vollständig ab und messt die Strecke bis zur Markierung. Wollt ihr den Riemen nicht zerstören, nehmt eine Kordel, fahrt damit die Innenseite des Keilriemens ab und messt anschließend die Kordel.

Schmalkeilriemen: die Wirklänge nicht vergessen

Bei Schmalkeilriemen kommt eine Besonderheit hinzu: Neben der gemessenen Länge braucht ihr die sogenannte Wirklänge. Die lässt sich nicht direkt messen, sondern nur über eine Zuordnung bestimmen. Dafür haben wir euch eine Tabelle bereitgestellt, mit der ihr von der gemessenen Länge auf die Wirklänge kommt.

Ein Praxistipp zum Schluss

Riemen längen sich über die Zeit. Läuft euer Antrieb über mehrere Keilriemen parallel, tauscht immer alle gleichzeitig aus, auch wenn nur einer gerissen ist. Ein neuer Riemen neben alten, gelängten Riemen trägt sonst die ganze Last und verschleißt schnell. Und egal, ob ihr einen Hochleistungsriemen oder einen speziellen Riemen für die Landwirtschaft braucht: Die Bauformen sind dieselben, die Bestimmung läuft immer gleich.

Und wenn ihr direkt loslegen wollt: Unser Produktberater Keilriemen führt euch durch die Auswahl, den Keilriemen Längenrechner nutzt ihr für die Länge, und die passenden Schablonen findet ihr auf unserer Download-Seite.

Im Video: Schritt für Schritt

Wer lieber zuschaut: In unserem Erklärvideo führen wir die Bestimmung an einem echten Riemen vor, vom Profil bis zur Länge.


Drehmoment: Das Magazin für Antriebstechnik