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Doppelkeilriemen

Doppelkeilriemen sind beidseitig keilförmig profiliert und können dadurch Kraft sowohl auf der Ober- als auch Unterseite übertragen – ideal für Anwendungen, bei denen mehrere getriebene Scheiben unterschiedliche Drehrichtungen aufweisen müssen. Für Doppelkeilriemen sind keine Spezialrillenscheiben erforderlich – es können die Normrillenscheiben der jeweiligen Profilgruppe verwendet werden. Das erleichtert sowohl die Konstruktion als auch die Ersatzteilversorgung.



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Häufig gestellte Fragen
Ein Doppelkeilriemen (auch Hexagonal- oder Sechskantriemen genannt) besteht aus zwei Keilprofilen, die Rücken an Rücken miteinander verbunden sind. Der Zugstrang liegt in der Mitte des Querschnitts, sodass der Riemen auf beiden Seiten Kraft übertragen kann und sich in beide Richtungen biegen lässt. Ein einfacher Keilriemen überträgt Kraft nur über eine Seite und ist für Gegenbiegung (Innenlauf über Rückenspannrolle) nur bedingt geeignet.
Doppelkeilriemen werden eingesetzt wenn mehrere Keilriemenscheiben in einer Ebene liegen und eine oder mehrere getriebene Scheiben eine gegenläufige Drehrichtung erhalten sollen – ohne den Riemen kreuzen zu müssen. Diese Anordnung wird als Serpentinenantrieb bezeichnet. Hauptanwendungsgebiet ist der Landmaschinenbau (Traktoren, Mähwerke, Erntemaschinen), aber auch Industrie- und Förderanlagen mit Drehrichtungsumkehr nutzen Doppelkeilriemen.
Doppelkeilriemen werden in den Profilen AA/HAA (13 × 10 mm), BB/HBB (17 × 14 mm) und CC/HCC (22 × 17 mm) geführt. Die Bezeichnungen mit Doppelbuchstaben (AA, BB, CC) und Dreifachbuchstaben (HAA, HBB, HCC) beschreiben dasselbe Profil und sind vollständig austauschbar – HAA ist identisch mit AA, HBB identisch mit BB und HCC identisch mit CC.
Ein Doppelkeilriemen überträgt pro Laufseite ca. 50 % der Leistung, die ein klassischer Keilriemen mit gleicher Profilbreite überträgt. Da er auf beiden Seiten läuft, ergibt sich in Summe eine mit dem einfachen Keilriemen vergleichbare Gesamtleistung – bei gleichzeitiger Möglichkeit zur beidseitigen Kraftabnahme im Serpentinenantrieb.