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Der MOTTEK Produktberater für Keilrippenriemen

Den passenden Keilrippenriemen zu finden, ist in den meisten Fällen einfach: Die vollständige Bezeichnung steht auf dem alten Riemen aufgedruckt. Wer sie kennt, kann sofort bestellen. Wer den Riemen nicht mehr hat oder keine Bezeichnung lesen kann, findet hier alles, um die richtige Länge und das richtige Profil trotzdem zu ermitteln.

Schritt 1: Die Bezeichnung vom alten Riemen ablesen

Keilrippenriemen tragen ihre vollständige Bezeichnung direkt aufgedruckt. Sie besteht aus drei Teilen: Rippenanzahl, Profilbuchstabe und Länge in Millimetern. Beispiel: 6PK1750 bedeutet 6 Rippen, Profil PK, 1750 mm Bezugslänge.

Einige Hersteller lassen das "P" weg ("6K1750") oder stellen die Reihenfolge um. Entscheidend sind immer diese drei Angaben: Rippenanzahl, Profilbuchstabe und Länge. Wenn Sie diese drei kennen, können Sie direkt im Shop suchen oder uns die Bezeichnung mitteilen.

Hinweis zu Herstellerkreuzverweisen: Keilrippenriemen sind nach DIN 7867 / ISO 9982 genormt. Ein Optibelt 6PK1750 ist baugleich mit einem Continental 6PK1750, Gates 6PK1750 oder jedem anderen Markenfabrikat mit derselben Bezeichnung. Sie können Marken problemlos kreuzen.

Schritt 2: Das Rippenprofil verstehen

Das Profil bestimmt die Größe der Rippen und damit, welche Scheibe passt. Profil von Riemen und Scheibe müssen übereinstimmen.

PH (Teilung 1,60 mm): Kleinstes Standardprofil. Für sehr leichte Antriebe, Kleingeräte und Feinmechanik. Dieses Profil ist bei MOTTEK lagermäßig geführt.

PJ (Teilung 2,34 mm): Für Haushaltsgeräte, Waschmaschinen, Kleinkompressoren und leichte Industrieantriebe.

PK (Teilung 3,56 mm): Das dominierende Kfz-Profil. Fast alle Serpentinenriemen in PKW und Nutzfahrzeugen laufen auf PK-Scheiben. Auch in der Industrie weit verbreitet.

PL (Teilung 4,70 mm): Für mittlere bis hohe Leistungen in industriellen Antrieben mit größeren Scheibendurchmessern.

PM (Teilung 9,40 mm): Schwerste Ausführung für sehr hohe Drehmomente in industriellen Schwerlastantrieben.

Das Profil lässt sich im Zweifel durch Messen der alten Scheibe bestimmen: Messen Sie den Abstand zwischen zwei Rippenmitten (Teilung). 2,34 mm ist PJ, 3,56 mm ist PK usw.

Schritt 3: Die Rippenanzahl bestimmen

Die Rippenanzahl steht als Zahl vor dem Profilbuchstaben. Sie ist direkt vom Riemen ablesbar und muss mit der Rillenanzahl der Scheibe übereinstimmen. Mehr Rippen bedeuten mehr Kontaktfläche und höhere übertragbare Kraft bei gleicher Riemenbreite.

Wenn Sie keinen alten Riemen mehr haben: Zählen Sie die Rillen auf der Antriebsscheibe. Das ist die Maximalanzahl – der Riemen darf nicht breiter sein als die Scheibe.

Schritt 4: Die Länge bestimmen

Die Länge in der Bezeichnung ist die Bezugslänge in Millimetern, gemessen auf der neutralen Zugfaser des Riemens. Sie liegt geringfügig unterhalb des Außenumfangs.

Wenn der alte Riemen noch vorhanden ist: Bezeichnung ablesen. Das ist die zuverlässigste Methode.

Wenn der Riemen fehlt: Nutzen Sie unseren Rippenriemen-Längenrechner. Geben Sie die Scheibendurchmesser und den Achsabstand ein, und Sie erhalten die benötigte Bezugslänge direkt als Ergebnis.

Wenn weder Riemen noch genaue Maße vorliegen: Den Außenumfang des alten Riemens können Sie notfalls mit einem Maßband messen, wenn der Riemen noch als Schlauch vorliegt. Die Bezugslänge liegt je nach Profil etwa 2–4 mm darunter. Für eine exakte Bestellung lieber nachmessen oder uns kontaktieren – falsche Riemenlängen kosten mehr als ein Anruf.

Serpentinenantrieb: Wenn ein Riemen mehrere Aggregate treibt

Der entscheidende Vorteil des Keilrippenriemens gegenüber dem klassischen Keilriemen ist seine Flexibilität in beide Biegerichtungen. Weil der Riemen flach und dünn ist, kann er in Serpentinen geführt werden und mit der Rückseite über Umlenkrollen laufen. So kann ein einziger Riemen mehrere Aggregate antreiben: Generator, Klimakompressor, Servolenkpumpe, Wasserpumpe. Die richtige Länge hängt dabei vom gesamten Riemenverlauf ab – unser Längenrechner berücksichtigt bis zu mehrere Umlenkpunkte.

Bei Serpentinenantrieben mit Spannrolle: Die Spannrolle gleicht die Längenänderung durch Verschleiß und Temperatur aus. Beim Riemenwechsel sollte immer geprüft werden, ob die Spannrolle noch frei läuft und ausreichend Federweg hat.

Passende Keilrippenscheiben

Scheibe und Riemen müssen dasselbe Profil haben. Wenn Sie gleichzeitig Riemen und Scheibe tauschen oder eine neue Anlage aufbauen, finden Sie die passenden Gegenstücke in unserem Keilrippenscheiben-Sortiment. Wie Sie die richtige Scheibe auswählen, erklärt unser Produktberater für Keilrippenscheiben.