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Kunststoff

Häufig gestellte Fragen
Die Kunststoff-Stirnräder bestehen aus POM (Polyoxymethylen, auch Acetal oder Delrin genannt) – einem technischen Thermoplast mit sehr guten Gleiteigenschaften, hoher Steifigkeit und guter chemischer Beständigkeit. POM-Stirnräder sind selbstschmierend und können ohne externe Schmierung betrieben werden, sind leicht, geräuscharm und korrosionsbeständig. Aus hygienischen Gründen sind sie eine bevorzugte Wahl in der Lebensmittel- und Medizintechnik.
POM-Stirnräder bieten vier entscheidende Vorteile: Erstens Schmierungsfreiheit – kein Öl oder Fett erforderlich, ideal für saubere oder hygienische Umgebungen. Zweitens geräuscharmer Lauf – Kunststoff dämpft Laufgeräusche deutlich besser als Metall. Drittens geringes Gewicht – wichtig bei schnell laufenden Antrieben mit niedrigem Trägheitsmoment. Viertens Korrosionsbeständigkeit – kein Rosten, geeignet für feuchte Umgebungen. Der Nachteil: Kunststoffräder übertragen deutlich weniger Drehmoment als Metallräder und sind temperaturempfindlicher.
POM-Stirnräder sind nicht geeignet bei hohen Drehmomenten und Kräften, hohen Betriebstemperaturen über ca. 90–100 °C, starken Stoßbelastungen und bei Kontakt mit bestimmten Lösungsmitteln oder starken Säuren. Für schwere Industrieantriebe, Werkzeugmaschinen oder Anwendungen mit hoher Dauerbelastung sind immer Metallräder vorzuziehen. POM-Räder sind das richtige Material für leichte bis mittlere Antriebe in hygienischen, feuchten oder geräuschsensiblen Umgebungen.